14.06.2020

Vegane Ernährung

 

1. DIE VEGANE ERNÄHRUNG IST NÄHRSTOFFARM UND ES FEHLT B12, DAS KANN NICHT NATÜRLICH SEIN

„Die pflanzliche Ernährung ist nährstoffarm. Zum Beispiel Eisen, Calcium und Vitamin B12 kann man nur über tierische Produkte bekommen. Die vegane Ernährung ist somit unnatürlich und nicht für den Menschen geeignet!“

HIER SIND DIE LÖSUNGEN FÜR DEINE VITAMINAUFNAHME IN DER PFLANZLICHEN ERNÄHRUNG

EISEN:

Eisen ist ein sehr wichtiges Mineral im Körper, um das Blut mit Sauerstoff zu versorgen. Laut der Weltgesundheitsorganisation ist Eisenmangel der weltweit häufigste Nährstoffmangel. Ob vegan oder nicht. Keine Frage: Fleisch enthält relativ viel Eisen. Pflanzliche Lebensmittel sind hier jedoch keinesfalls ausgeschlossen. Viele pflanzliche Lebensmittel enthalten sogar mehr Eisen als es Fleisch tut.

Frauen sollten täglich 15 mg Eisen zu sich nehmen. Bei Männern liegt der Bedarf etwa bei 10 mg. Pflanzliches und tierisches Eisen werden unterschiedlich verwertet, dennoch haben Veganer kein höheres Risiko einen Eisenmangel zu erleiden.

Hier ein paar pflanzliche eisenhaltige Lebensmittel (auf 100g):

Pflanzlich Tierisch
Kurkuma: 43mg  Rindfleisch: 2,2mg
Kürbiskerne: 12,5mg Hühnerei: 2mg
Sojafleisch: 11mg    Schwein: 1,8mg
Linsen: 8mg  

…und noch viele mehr. Übrigens: Vitamin C verbessert die Aufnahme von pflanzlichen Eisenquellen.

 

CALCIUM

hingegen ist kein Bestandteil von Kuhmilch. Stattdessen ist es ein Mineral, dass im Boden vorkommt. Es hat also einen pflanzlichen Ursprung. So enthalten Sesam, Mandeln, Haselnüsse, Grünkohl, Rucola oder Feigen sogar mehr Calcium als Kuhmilch. Ebenso wie Soja: 100ml Sojamilch enthalten 120mg. Kuhmilch 124mg. Fast gleich also.

VITAMIN B12

Hier möchte Ich zuerst einmal auf die Natürlichkeit und den Ursprung des Vitamins B12 eingehen. Vitamin B12 kommt ursprünglich von der Erde. Die Menschen damals haben das Vitamin über Obst und Gemüse mit Erdanteilen zu sich genommen. Heute ist die Erde so mineralstoffarm, dass B12 kaum mehr vorhanden ist. Tiere nehmen dieses Vitamin also teilweise durch die Bakterien im Boden auf. Ausreichend ist es aber nicht. Tiere bekommen hier auch Supplements. Dadurch ist in Fleisch eine geringe Menge an B12 nachzuweisen. Die Vitamin B12 Thematik betrifft also nicht nur Veganer und Vegetarier.

Bedeutet: Jeder sollte unbedingt Vitamin B12 supplementieren, da Mutter Natur dies nicht mehr optimal bieten kann. Man kann das super über beispielsweise Lutschtabletten decken. 

2. DIE REGENWÄLDER WERDEN WEGEN DEM HOHEN SOJAKONSUM ABGEHOLZT

„Durch den erhöhten Sojakonsum, den Veganer haben werden die Regenwälder unnötig abgeholzt!“

WIESO ES UMGEKEHRT IST

Über 90% des Sojaanbaus ist für die Massentierhaltung. Also nur ca. 10% wird an Menschen geliefert. Die berechtigte Aussage: „Das bedeutet, wenn wir alle Veganer wären, wäre der Sojaverbrauch genauso groß!“ Nicht ganz: Ein ausgewachsenes Rind zum Beispiel isst 16-20 Mal so viel wie ein Mensch. Außerdem gibt es 6 Mal mehr Rinder, Kühe, Schweine und Hühner in der Zucht als Menschen (ca. 75 Milliarden werden jährlich geschlachtet), sprich wenn alle wegfallen, ist schonmal unfassbar viel Regenwald gerettet.

Nicht in jeder pflanzlichen Ernährung kommen Sojaprodukte vor. Das ist verträglichkeits- und Geschmacksache. Es ist nicht notwendig. Es gibt genügend andere pflanzliche eiweißreiche Lebensmittel, an denen man sich austoben kann.

Denn Soja ist viel gesünder als es oft angenommen wird. Die Bohnen enthalten eine Vielzahl an essentiellen Aminosäuren. Zudem senken sie das Risiko an Brust- oder Prostatakrebs zu erkranken. Und Brüste bekommt man dadurch übrigens auch nicht, falls ihr das mal gehört haben solltet: Denn in Soja steckt das Phytoöstrogen, das nicht verweiblicht.

Diese sind strukturell dem körpereigenem Östrogen ähnlich. Wenn du Sojaprodukte konsumierst, haben diese Isoflavone aber nur einen Bruchteil der Wirkung auf den menschlichen Körper, wie das Östrogen selbst. Das liegt daran, dass die Pflanzenstoffe noch an andere Moleküle gebunden sind, die nach und nach erst einmal im Verdauungsprozess gelöst werden müssen.

3. VEGANER SIND NICHT LEISTUNGSFÄHIG

Wir schauen hier auf das Vorurteil 1 zurück: „Der Körper ist nicht genug versorgt und kann somit auch keine Höchstleistungen vollbringen.“ Ich habe oben also schonmal ein bisschen aufgeräumt.

Wahr ist, dass der Körper auch ohne tierische Lebensmittel leistungsfähig sein kann. Das zeigen Profis wie Lewis Hamilton, Patrik Baboumian, Venus Williams, Lionel Messi und viele mehr. Diese großartigen Vorbilder sind ein Beispiel dafür, wie sich wahre Champions ernähren.

Wir haben bei der veganen Ernährung eine viel niedrigere Belastung auf das gesamte System: Kein zusätzliches Cholesterin, keine Verdauungsprobleme durch das Muskelfleisch erzeugtet und wenn man es von der energetischen Seite betrachtet: Keine negative Energie, die das Tier während des Todes ausgeschieden hat.

Aus eigener Erfahrung kann Ich bestätigen: Wenn man selbst den Kochlöffel schwingt, sich ausgewogen ernährt und vollwertige Lebensmittel verwendet, wird als Veganer keinen Leistungseinbruch erleben.

Nicht selten ist genau das Gegenteil der Fall: Der Weg hin zu einer vegetarischen oder veganen Lebensweise geht oft einher mit einer bewussteren Lebensmittelauswahl – weniger Junkfood, mehr Obst und Gemüse, Vollkorn statt Weißmehl – was sich wiederum positiv auf die Leistungsfähigkeit auswirken kann. Ich weiß, dass sich viele den Punkten nicht bewusst waren. Das ist okay. Wir sind alle hier, um zu lernen und zu wachsen.

Hier ein paar Filmempfehlungen:

  • Cowspiracy
  • Forks over Knives
  • Gamechangers
  • How not to die
  • What the Health
  • Earthlings

..und viele mehr!

 

Stay strong, deine Lea

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